Gastbeitrag zu Absinth 66 von Max Spinner

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Ein Gastbeitrag von Max Spinner (@the_spirits_of_the_world)

Absinth 66 mit Wald im Hintergrund

 

Heute stelle ich euch den Absinth 66 (@absinth_66)  vor.

Der Name „Absinth“ stammt vom lateinischen Wort „Absinthium” ab und bedeutet Wermut. Wermut ist wiederum die charakteristische Zutat der hochprozentigen Spirituose. Der zunächst klare Absinth wird nach der Destillation mit Kräutern eingefärbt und ist deshalb typischerweise von grüner Farbe, weswegen er auch den Kosenamen „Grüne Fee“ besitzt. Der Alkoholgehalt von Absinth liegt üblicherweise zwischen 45 und 89 Volumenprozent und ist demnach dem oberen Bereich der Spirituosen zuzuordnen. Aufgrund der Verwendung bitter schmeckender Kräuter, insbesondere von Wermut, gilt Absinth als Bitterspirituose, obwohl er nicht unbedingt bitter schmeckt.

Im Jahre 1830 nutzt die französische Armee die desinfizierende Wirkung des Absinths. Nach ihrer Heimkehr wollten sie auf das liebgewonnene Glas Absinth nicht verzichten, sodass dem Siegeszug des Absinths vorerst nichts mehr im Wege stand. Vor allem in Intellektuellen- und Künstlerkreisen wurde Absinth zum Kultgetränk und zur vermeintlichen Inspirationsquelle mit manchmal übler Nebenwirkung. Auch in Malerkreisen war die flüssige Droge äußerst beliebt, die man liebevoll "la fée verte" nannte. Farben soll man im Vollrausch gesehen haben. Vor allem die "grüne Fee" ist dabei so manchem Trinker erschienen. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität stand das Getränk in dem Ruf, aufgrund seines Thujon-Gehalts abhängig zu machen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden hervorzurufen. 1910 ist die Schweiz das erste Land, welches Absinth verbietet. Dies ist zum einen auf den hohen Alkoholkonsum in der Gesellschaft zurückzuführen, zum anderem machte Absinth viele negative schlagzeilen und es wurde gemunkelt, dass van Gogh sich in einem Absinthrausch sein Ohr verstümmelte. Daraufhin wurde Absinth  nach und nach in fast allen Ländern der Welt verboten.  Neuere Forschungen stimmen 1991 darin überein, dass die toxische Wirkung des Thujon bei dem verschwindend geringen Vorkommen im Absinth praktisch nicht wirksam ist. Die Europäische Union ändert ihre Gesetzte und echter Absinth kann nun wieder legal angeboten werden.

Aber nun zum Absinth 66. Mit Absinth 66 lässt der Abtshof Kultur und Mythos wieder aufleben. Jede Apothekerflasche wird in aufwändiger Handarbeit etikettiert und verplombt. Das macht jede Flasche zu einem Unikat. Mit Anis, Fenchel, Wermut und weiteren Kräutern bekommt er seinen unverwechselbaren Geschmack. Der Duft des Absinths ist dank Wermut und Anis sehr prägnant. Beim ersten Schluck schmeckt der Absinth 66 ein wenig süßlich nach Lakritz und hat ein frisches, würziges Aroma. Der Anis Geschmack der sehr einpregsam ist aber dabei niemals aufdringlich wird. Ebenfalls ist eine leichte bitterkeit herraus zuschmecken. Insgesamt kann ich sagen der Absinth 66 eine gute wahl zwischen einem günstigen Produkt und einem speziell kreierten Edeldestillat ist. Für knapp 22€ ist der Absinth 66 ausgezeichneter. Der Absinth ist optimal zum Mischen oder um Ihn auf die typische Absinth-trinkweise zu sich zu nehmen. Absinth sollte man nicht pur trinken, sondern mit kaltem Wasser und einem Zuckerwürfel mischen. Beim traditionellen Trinkritual platziert man einen Absinthlöffel auf dem Absinthglas und übergießt den Zucker mit kaltem Wasser. Da ihr jetzt ausreichend über Absinth informiert seid, steht dem selbst probieren nichts mehr im weg. Prost!



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